Unterstützung für soziale Inkubatoren

In unserer Stadt gib es historische Viertel, in denen keine Entwicklung angekommen ist. Arbeitslosigkeit, Analphabetentum, Schulabbruch, Stadtverfall, fehlende Infrastruktur, Abwesenheit der Vertreter von staatlichen Institutionen gerade dort, wo die Kleinkriminalität und das organisierte Verbrechen vorherrschend sind. Einige Leute haben aber langsam hier angefangen,  daran zu arbeiten, um überhaupt oder bessere  Grundlage für ein Zusammenwachsen der Gesellschaft zu erschaffen. Wir haben sie auf unserem Weg getroffen und kennengelernt und wir möchten sie Ihnen vorstellen:

 

 

Pfarrkirche S. Agnese

Die Pfarrkirche S. Agnese mit dem Verband "Insieme per Danisinni Onlus" und dem Sozialzentrum "Centro Tau", hat ein Erziehungsprojekt eingeleitet, die die Entwicklung des Gebietes und die Erziehung  in den Familien und  die der Kinder fördert. Durch Koordination von unterschiedlichen Interventionen sollen Synergieeffekte erzielt werden, wenn es darum geht, das Bewusstsein für eine gesunde Umwelt zu stärken  und lebenswerte Verhältnisse für die Bewohner des Viertels zu schaffen. Es gibt schon einige  Aktionen und Aktivitäten, die verwirklicht worden sind, z.B. der Streichelzoo neben der Bibliothek des Viertels, wo man in der freien Natur (die in der Stadt Palermo selten zu finden ist) lesen kann und dadurch neue  Lebensenergie bekommt, oder die „Rambla Papireto“, wo der arabische Weg langsam zu einer Ausstellung im Freien wird, in der die Wandbilder die Geschichte von gestern und heute erzählen. Das gleiche Ziel hat auch der „soziale Zirkus“ im Streichelzoo, der ein Ort zum Erforschen der Umwelt, der Tiere und des kreativen Lernens darstellt. Auf diese Weise soll ein Klima der Kreativität, des sozialen Lernens entstehen, in dem alle miteinander gut leben können. Somit träumt Danisinni davon, zu einem Treffpunkt zu werden, wo man das eigene Wissen und die eigenen Lebenserfahrungen mit Anderen austauschen kann.
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Casa di Paolo

“La Casa di Paolo” ist erst vor relativ kurzer Zeit entstanden und wurde von Salvatore Borsellino , dem Bruder vom Staatsanwalt Paolo Borsellino, der 1992 von der Mafia umgebracht wurde,initiert. Das Projekt befindet sich im historischen Stadtviertel Kalsa, indem er geboren wurde. Das Viertel ist im Mittelalter als Sitz der Residenz der Emiren entstanden, als Palermo und Sizilien von den Arabern beherrscht wurde. Es ist somit sehr reich an Geschichte und Traditionen und hat ein großes Potenzial, das den eigenen Bewohnern des Viertels eine Entwicklungsperspektive geben kann. Leider ist der Stadtteil seit der Zeit des 2.Weltkrieges beschädigt und vernachlässigt worden, zuerst durch die Bombardierungen, dann wegen einer skrupellosen Politik von Bauspekulation und der Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit der Verantwortlichen. Die Einwohner von diesem Viertel, die somit ihrem Schicksal überlassen wurden, haben oft als Möglichkeit zum Überleben keine andere Alternative als kriminell zu werden und in diesem Netzwerk der organisierten Kriminalität sich zu verfangen. Oft ist das die gleiche kriminelle Organisation, die Paolo Borsellino versucht hat zu bekämpfen, und dabei sein Leben verloren hat. Deswegen hat sein Bruder Salvatore 2015 die Räume der ehemaligen Apotheke ihrer Familie umgebaut und darin ein Zentrum eröffnet, das für die Leute der Gegend arbeitet, besonders für die bedürftigen Kinder, die hier die Möglichkeit haben, in einem guten Kinderhort unterzukommen. Dank der Hilfe von freiwilligen Mitarbeitern können sie z.B. lernen, wie man Computer benutzt. Die Unterstützung der Bildung der Kinder ist darauf angelegt,, ihnen Möglichkeiten, die sie sonst nicht haben, zu bieten, und sich später besser in den Arbeitsmarkt einzugliedern und sie aus den Fängen von Kriminalität heraus zu halten, und nicht schnelles Geld durch illegale Aktivitäten zu machen.
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